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Meldung

Herbstwandern im Bayerischen Wald: Der Siegerweg 2026 und seine Nachbarn

Der Wildes-Wasser-Weg bei Bodenmais hat die Publikumswahl zum schönsten Wanderweg Deutschlands 2026 in der Kategorie Tagestouren gewonnen. Wie das Wandermagazin mitteilt, wurden 52.911 Stimmen abgegeben.

Herbstwandern im Bayerischen Wald: Der Siegerweg 2026 und seine Nachbarn

Für die Region entlang des Bayerischen Walds bringt der Sieg einen klaren touristischen Impuls – und für den Oberpfälzer Wald liefert das Ergebnis direkt einen Nachbarwert: Der Goldsteig belegt in der Kategorie Mehrtagestouren Platz zwei.

Streckendaten Wildes-Wasser-Weg

Länge: 12 km (Rundtour). Höhenmeter: 457 hm, Angabe Bodenmais Tourismus. Dauer: 4 bis 5 Stunden. Stationen: Hochfall und Rißlochwasserfälle; die Rißlochfälle stürzen in mehreren Stufen insgesamt 55 Meter in die Tiefe. 8.565 Stimmen, rund 23 Prozent in der Kategorie. Im Oktober feiert das Wandermagazin den Sieger mit einer geführten Herbsttour, gezielt ausgerichtet auf die Laubfärbung im Bayerischen Wald.

Bezug zum Oberpfälzer Wald

Der Goldsteig, der laut CHIP den Bayerischen und den Oberpfälzer Wald durchzieht, erhielt 8.581 Stimmen und landete damit knapp hinter dem Druidensteig auf Platz zwei der Mehrtagestouren. Diese Platzierung verschiebt den Fokus: Wer im Herbst mehrtägig unterwegs sein will, findet auf einer der Top-Routen Deutschlands ein Streckennetz, das ohne großen Transferaufwand vor der Haustür des OWV Waidhaus beginnt. Die Nachbarschaft der beiden Waldgebiete macht Etappen südlich der Landesgrenze direkt erreichbar. Auf den weiteren Plätzen folgen Pfälzer Höhenweg, Himmelsstürmer im Allgäu, Oberlausitzer Bergweg, Rothaarsteig, Elsterperlenweg, SeeGang, Wendland-Rundweg und Märkischer Landweg.

Planungsdaten und Ablauf der Wahl

Die Publikumswahl lief vom 2. März bis 30. Juni 2026, zum 20. Mal insgesamt. 103 Wanderwege hatten sich beworben. Eine vierköpfige Expertenjury wählte je zehn Kandidaten pro Kategorie, ergänzt um Bewertungen von Fachleuten aus den jeweiligen Bundesländern. Wer eine der ausgezeichneten Routen laufen will, prüft vorab drei Punkte: aktuelle Wegsperrungen, Wetterlage und Trittsicherheit im nassen Laub. Bei über 400 hm ist die Belastung am Anstieg höher als im Sommerprofil, weil die Beine gegen rutschiges Laub arbeiten. Wander-Apps helfen bei der Auswahl weniger stark frequentierter Alternativen und bei der Navigation, falls Markierungen im dichten Buchenlaub schwer zu erkennen sind.

Sicherheitshinweis

Trittsicherheit ist Pflicht: Auf dem Wildes-Wasser-Weg wechseln Felspassagen, Wurzelwege und Bachüberquerungen. Bei Nässe steigt die Rutschgefahr deutlich. Festes Schuhwerk mit Profilsohle, ausreichend Proviant und eine Backup-Karte gehören in den Rucksack. Der Oktobertermin der geführten Tour bietet die Gelegenheit, die Strecke mit ortskundiger Führung kennenzulernen und das eigene Höhenprofil unter Herbstbedingungen zu testen.