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Praxisnahe Ausbildung: Einblicke in die Forstwirtschaft und den Artenschutz in Pakistan

Wie aus Abbottabad berichtet wird, sind zurzeit angehende Forstschützerinnen und Forstschützer der KP Forest School in der pakistanischen Provinz Khyber Pakhtunkhwa auf einer mehrtägigen Studienreise…

Praxisnahe Ausbildung: Einblicke in die Forstwirtschaft und den Artenschutz in Pakistan

Wie aus Abbottabad berichtet wird, sind zurzeit angehende Forstschützerinnen und Forstschützer der KP Forest School in der pakistanischen Provinz Khyber Pakhtunkhwa auf einer mehrtägigen Studienreise unterwegs, die ihnen ganz praktisch zeigt, was Waldarbeit wirklich bedeutet. Die Tour, die Teil des 90. Forstschutz-Lehrgangs und des 5. Wildwächter-Lehrgangs ist, verbindet Unterricht und Geländeerfahrung auf eine Weise, die auch für unsere Wege durch den Oberpfälzer Wald Denkanstöße liefert.

Von der Säge bis zum Fasanenreservat

Unter der Leitung von Faseeh-ur-Rehman, Ausbilder an der KP Forest School und Leiter der Reise, besuchen die Teilnehmenden verschiedene Stationen rund um Abbottabad. Den Auftakt bildete ein Sägewerk in Mansehra, wo die Verarbeitung von Holz und die Abläufe in einem solchen Betrieb erklärt wurden. Anschließend führte der Weg ins Fasanenreservat Dhodial, wo der zuständige Forstbeamte Waleed Anjum über Haltung, Schutz und Management der Tiere sprach. In Batrasi standen dann waldbauliche Einheiten rund um die Chir-Kiefer (Pinus roxburghii) auf dem Programm – also genau jene Techniken, die später bei der Pflege solcher Bergwälder zum Einsatz kommen.

Boden, Wasser und die Kraft einer Baumschule

Ein weiterer Abschnitt galt den bioingenieurtechnischen Arbeiten sowie dem Fluss-, Boden- und Wassereinzugsgebietsschutz im Rahmen des großen Billion Tree Afforestation Project (BTAP) in Balakot. Hier konnten die Auszubildenden sehen, wie Aufforstung, Erosionsschutz und Wassermanagement ineinandergreifen. Den Abschluss des ersten Tages bildete der Besuch der zentralen Baumschule in Balakot, wo Themen wie Saatgutgewinnung, Aufzucht von Pflanzgut und die fachgerechte Anzucht junger Bäume im Mittelpunkt standen. Die Reise setzte sich anschließend nach Shogran fort.

Was uns das mit unserem Wald zu tun hat

Auch wenn die Bergwälder in Khyber Pakhtunkhwa anders aussehen als unsere Fichten-, Kiefern- und Buchenmischwälder hier in der Oberpfalz, bleibt das Prinzip dasselbe: Wer Wald wirklich verstehen will, muss ihn mit allen Sinnen erfahren – beim Riechen des feuchten Mooses, beim Spüren des Bodens unter den Füßen, beim Beobachten, wie sich Jungbestände entwickeln. Genau dieses Hineingehen ins Gelände macht den Unterschied zwischen einem Lehrbuch-Wissen und einem lebendigen Verständnis für unseren Wald. Wer also selbst einmal mit einer Försterin oder einem Förster über einen unserer Waldpfade geht, eine Baumschule besucht oder bei einer Pflanzaktion mit anpackt, sammelt genau jene Erfahrung, die diese Ausbildungsreise ihren Teilnehmenden mitgeben will. Und vielleicht ist das die schönste Verbindung über Grenzen hinweg: dass uns die Lust am gemeinsamen Beobachten, Pflegen und Erklären überall auf der Welt eint.