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Meldung

Waldschutz weltweit: Warum der Einsatz für Natur und Wildtiere uns alle angeht

Wie der indonesische Sender RRI aus Palangka Raya meldet, besuchte Vizepräsident Gibran Rakabuming am 10.

Waldschutz weltweit: Warum der Einsatz für Natur und Wildtiere uns alle angeht

September 2026 das Orang-Utan-Rehabilitationszentrum Nyaru Menteng in Zentral-Kalimantan – mitten in einer Phase, in der anhaltende Wald- und Bodenbrände weite Teile der Insel in Rauch hüllen. Was ein Wald aushalten muss, wenn der Regen wochenlang ausbleibt und der Torfboden zu rauchen beginnt, lässt sich dort derzeit beobachten, und genau diese Frage beschäftigt uns auch im Oberpfälzer Wald.

Ein Besuch im Rauch – und was die Brände anrichten

Das Zentrum Nyaru Menteng wurde 1999 von der Stiftung Borneo Orangutan Survival gegründet und zählt zu den größten Auffangstationen für Orang-Utans weltweit. Hier werden verwaiste Tiere versorgt und behutsam auf eine spätere Auswilderung in die Wälder vorbereitet. Die Lage ist angespannt: Die anhaltenden Feuer drängen Wildtiere aus ihren angestammten Revieren, immer häufiger tauchen Orang-Utans und andere Arten in Siedlungen auf, wo sie kaum Nahrung und Schutz finden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Station wiesen laut RRI auf die Dringlichkeit eines neuen Tierschutzgesetzes hin und baten um medizinische Hilfe – der Vizepräsident übergab Medikamente und Inhalationsgeräte. In seiner Begleitung betonte er, dass der Schutz der Menschen und der Schutz der Wildtiere nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen, und warb ausdrücklich dafür, erschöpfte Tiere, die sich in Dörfer retten, weder zu jagen noch zu vertreiben.

Dieselbe Botschaft an vielen Orten

Die Meldung aus Kalimantan steht nicht allein. Die indische Plattform Sambad English berichtet unter dem Titel „Punascha Pruthibi", dass die Aktivistin Maithili Bhue Frauen ausdrücklich auffordert, sich stärker für den Schutz von Wald und Wildtieren einzusetzen. Aus dem US-Bundesstaat Washington meldet krem.com ein Schutzabkommen, das den Lake Creek und rund 280 Hektar umliegenden Wald dauerhaft sichern soll. Und The Hans India zitiert den indischen Umweltminister Eshwar Khandre mit der Aussage, Waldschutz sei eine heilige Pflicht. Was diese Stimmen eint, ist die einfache Erkenntnis: Wo immer Menschen Verantwortung für ihren Wald übernehmen, entsteht ein Netz aus Aufmerksamkeit, Fürsorge und konkretem Handeln – ob in den Tropen, in Indien oder im pazifischen Nordwesten der USA.

Was wir daraus für unsere Pfade mitnehmen

Bei uns im Oberpfälzer Wald brennt selten Torf, aber wir kennen die andere Seite derselben Medaille: Stürme werfen alte Bäume, der Borkenkäfer schwächt die Fichten, und trockene Sommer setzen den Jungpflanzen zu. Wer die Berichte aus Kalimantan aufmerksam liest, versteht, wie wichtig es ist, bereits auf erste Störungen zu reagieren – lange bevor ein Ökosystem kippt. Genau dieses vorausschauende Handeln ist es, das die Helferinnen und Helfer vor Ort einfordern, wenn sie auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Regierung, Gemeinden, Freiwilligen und Stiftungen pochen. Bei uns füllt es sich mit greifbaren Aufgaben: das Freischneiden der Bänke entlang unserer Wege, das Aufhängen von Nistkästen in den Schutzhütten, das Aufspüren von Problemstellen am Wegrand. Und der Appell von Maithili Bhue, dass Frauen sich sichtbarer in die Schutzaufgaben einbringen, passt zu den vielen Spuren, die unsere Wanderführerinnen, Kräuterpädagoginnen und Vogelkundlerinnen in der Region bereits hinterlassen – und macht zugleich Mut, diese Linie weiter auszubauen.