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Alpe-Adria-Loop: In acht Tagen durch Österreich, Slowenien und Italien wandern

Nach einem Bericht von The Guardian bündelt der Alpe-Adria-Loop Österreich, Slowenien und Italien zu einer mittelschweren Alpenwanderwoche für geübte Wanderer.

Alpe-Adria-Loop: In acht Tagen durch Österreich, Slowenien und Italien wandern

Die 135 Kilometer lange Schleife verläuft genau dort, wo die drei Alpenländer aneinandergrenzen, und greift einen alpinen Abschnitt des insgesamt 750 Kilometer langen Alpe-Adria-Trails auf. Der Fernwanderweg selbst reicht vom Fuß des Großglockners mit 3.798 Metern bis zur Adriaküste. Tagesetappen zwischen 15 und 24 Kilometern, moderater Schwierigkeitsgrad, acht Wandertage.

Streckenprofil und Topografie

Ausgangspunkt ist Villach in Kärnten. Die erste Etappe beginnt im Dorf Feistritz, führt am historischen Gasthof Alte Post sowie an einer Kirche aus dem 15. Jahrhundert vorbei und steigt durch Kiefernwald zur Feistritzer Alm auf rund 1.600 Metern Seehöhe. Die Schutzhütte Oisternig steht unmittelbar auf der Staatsgrenze zu Italien – das Hinweisschild „Achtung! Staatsgrenze" wird laut Bericht von Wanderern, Mountainbikern und Weidevieh gleichermaßen ignoriert.

Von dort verläuft die Route südseitig abwärts, vorbei an der Kapelle Madonna della Neve beziehungsweise Almkapelle Maria Schnee, durch schattigen Mischwald mit Blick auf die Felsketten der Julischen Alpen. Die einzelnen Etappen unterscheiden sich deutlich: Auf- und Abstiege bewegen sich zwischen 600 und 1.200 Höhenmetern. Höchster direkt sichtbarer Gipfel im Verlauf ist der Jôf Fuart mit 2.666 Metern. Trittsicherheit auf Almgelände, fester Wanderschuh mit Profilsohle und Reservewasser für vier bis sechs Stunden Gehzeit sind durchgehend erforderlich. Proviant und Trinkwasser sollten jeweils morgens im Quartier aufgefüllt werden, da Einkehrmöglichkeiten auf den Hochalmen begrenzt sind.

Anreise und Etappenlogistik

Die Anreise erfolgt nach Berichtsangaben per Eurostar nach Amsterdam, mit Anschluss im Nightjet-Schlafwagen nach Salzburg und mit der Regionalbahn weiter nach Villach, wo die Rundtour beginnt. Übernachtet wird in Schutzhütten, Gasthöfen und kleineren Hotels; das erste dokumentierte Etappenziel auf italienischer Seite ist Valbruna. Im dortigen Hotel Valbruna Inn steht die Julius-Kugy-Bibliothek bereit, ein Raum mit umfangreicher Alpinliteratur. Julius Kugy wurde 1858 im damals österreichischen Gorizia geboren und gilt als Erstschließer der Julischen Alpen.

Sicherheitshinweis

Im Alpenraum verlaufen Staatsgrenzen häufig ohne deutliche Markierung. Auf Lagen über 1.800 Metern kann sich das Wetter innerhalb weniger Minuten ändern, auch in den Sommermonaten. Vor jeder Etappe aktuelle Wetterprognose sowie Hüttenbelegung und Öffnungszeiten prüfen, die Mobilfunkabdeckung ist auf weiten Teilen der Strecke lückenhaft. Bergrettungs-Notrufnummern für Österreich, Slowenien und Italien mitführen und sowohl topografische Karte als auch GPS einsetzen. Bei zweifelhafter Witterung Etappen abkürzen, Schutzhütte anlaufen – Trittsicherheit und Schrittmaß gehen vor Streckenlänge.